DOGMA: – DOGMA: Neuer Sci-Fi-Film hinterfragt Sta

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9. Februar 2026

DOGMA: Neuer Sci-Fi-Film hinterfragt Staat und Menschlichkeit

Die Kamera läuft, der Schnee knirscht unter den Füßen der Flüchtenden, und irgendwo in der Ferne surrt eine KI-Drohne durch die eisige Luft. Als ich Roman Meyer-Paulino zum ersten Mal über seinen neuen Kurzfilm DOGMA sprechen höre, wird mir klar: Hier erzählt jemand keine Science-Fiction-Geschichte, um zu unterhalten. Hier warnt jemand.

Der etwa dreiminütige Film, der in den kommenden zwei Wochen erscheint, entwirft eine dystopische Zukunft, in der Augmentation – die technologische Erweiterung des menschlichen Körpers – zum Staatsgebot geworden ist. „Augmentation bedeutet Sicherheit. Augmentation bedeutet Freiheit. Augmentation bedeutet Frieden“, lautet das Mantra dieser Welt. Doch wer sich weigert, seinen Körper staatlich kontrollieren zu lassen, wird nach der sogenannten DOGMA-Direktive zum Terroristen erklärt.

Flucht durch den Schnee: Eine Jagd auf Menschlichkeit

Im Zentrum der Handlung stehen zwei Figuren, die unterschiedlicher kaum sein könnten: eine Augmentierte, gespielt von Natalie Holle, und ein Unaugmentierter, verkörpert von Michael Davies. Beide versuchen verzweifelt, die Grenze eines Nachbarlandes zu erreichen, in dem körperliche Selbstbestimmung noch als Grundrecht gilt. Verfolgt werden sie durch einen verschneiten Wald und über einen zugefrorenen Fluss – nicht nur von bewaffneten Bundesbeamten, sondern auch von hochmodernen KI-Fahndungssystemen.

Angeführt wird die Jagd von HEN-84, einer humanoiden Super-KI, dargestellt von Hendrik Massute. Diese Figur ist mehr als nur ein Antagonist: Sie symbolisiert die kalte, berechenbare Logik eines Systems, das Menschlichkeit durch Algorithmen ersetzt hat. Als ich Meyer-Paulino frage, wie er auf die Idee zu dieser Figur kam, antwortet er mit einer Gegenfrage: „Was passiert, wenn wir Entscheidungen über Leben und Tod an Maschinen delegieren, die keine Empathie kennen?“

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DOGMA:

Technologie trifft Erzählkunst: KI als Werkzeug und Thema

Was DOGMA besonders macht, ist nicht nur seine düstere Vision, sondern auch die Art und Weise, wie er entstanden ist. Meyer-Paulino, der sich als Regisseur, Kameramann und Postproduktions-Künstler in Personalunion betätigt, vermischt Realaufnahmen mit echten Schauspielern mit generativer KI. Für die Figur des HEN-84 nutzte er echte Schauspielerperformance, die er dann in einen vollständig KI-generierten Avatar übertrug.

DOGMA: erklärt

Diese Technik ist faszinierend und verstörend zugleich. Sie zeigt, wie weit die Möglichkeiten filmischer Gestaltung heute reichen – und wirft gleichzeitig die Frage auf, ob wir die Kontrolle über diese Werkzeuge behalten können. Meyer-Paulino selbst scheint sich dieser Ambivalenz bewusst zu sein. „Ich nutze KI, um vor KI zu warnen“, sagt er mit einem Lächeln, das zwischen Ironie und Ernst changiert.

  • Realaufnahmen mit professionellen Schauspielern am Set
  • Generative KI für visuelle Effekte und Avatar-Erstellung
  • Komplette technische Umsetzung durch eine Person
  • Verschmelzung von Performance-Capture und KI-Rendering

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DOGMA: erklärt

Ein Filmemacher zwischen Handwerk und Vision

Wer ist dieser Mann, der allein eine Science-Fiction-Dystopie erschafft? Roman Meyer-Paulino ist kein Unbekannter in der Filmszene. Seine bisherigen Arbeiten zeigen ein breites Spektrum an technischen Fähigkeiten und erzählerischem Mut. Auf der offiziellen Website zu DOGMA finden sich weitere Einblicke in seine Arbeitsweise und künstlerische Philosophie.

Als ich ihn frage, warum er sich für ein so düsteres Thema entschieden hat, wird er ernst. „Wir stehen an einem Punkt, an dem wir glauben, jedes gesellschaftliche Problem durch Technologie und Kontrolle lösen zu können. Aber was, wenn diese Lösung selbst zum Problem wird?“ Diese Frage durchzieht den gesamten Film wie ein roter Faden.

Die DOGMA-Direktive: Wenn Sicherheit zur Tyrannei wird

Der Begriff DOGMA selbst ist nicht zufällig gewählt. Wer sich an den gleichnamigen Film von Kevin Smith aus dem Jahr 1999 erinnert, wird Parallelen in der Infragestellung etablierter Systeme finden. Die Wikipedia-Seite zu Smiths Film zeigt, wie religiöse Dogmen dort hinterfragt wurden – Meyer-Paulino überträgt diesen Ansatz auf technologische und staatliche Glaubenssätze unserer Zeit.

In seiner Welt ist die augmentative Kapitulation zum obersten Gebot geworden. Wer sich weigert, seinen Körper technologisch erweitern und überwachen zu lassen, wird nicht als Andersdenkender toleriert, sondern als existenzielle Bedrohung eingestuft. Der Gesundheitsstatus aller wird aufgezeichnet, Medikation und Behandlung zentral geregelt, „delegitimierende und systemfeindliche Gedanken“ werden erfasst und unterdrückt.

DOGMA:

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Zwischen Hoffnung und Horror: Was uns DOGMA lehren will

Während ich mir die ersten Szenen des Films ansehe, die Meyer-Paulino mir zeigt, spüre ich die Kälte des verschneiten Waldes fast körperlich. Die Verfolgungsjagd ist nicht nur Action – sie ist eine Metapher für den Kampf um das, was uns menschlich macht. Die Augmentierte und der Unaugmentierte, die gemeinsam fliehen, repräsentieren unterschiedliche Wege, sich in einer unmenschlichen Welt Menschlichkeit zu bewahren.

Nach der globalen Transhumanismus-Revolution gilt augmentative Kapitulation im Großteil der westlichen Welt als oberstes Gebot. Wer sich widersetzt, wird als Bedrohung eingestuft.

Diese Vision ist nicht weit von unserer Realität entfernt. Schon heute debattieren wir über Gesundheitsapps, die jeden Schritt tracken, über Impfpässe und digitale Identitäten. Meyer-Paulino extrapoliert diese Entwicklungen in eine Zukunft, in der körperliche Selbstbestimmung zum Privileg geworden ist – ein Grundrecht, das nur noch jenseits bestimmter Grenzen existiert.

Auf der IMDb-Seite zu Smiths DOGMA liest man von einem Film, der Glaubenssysteme hinterfragt. Meyer-Paulinos DOGMA tut dasselbe – nur dass die neuen Götter Algorithmen heißen und ihre Tempel Rechenzentren sind.

Ein Weckruf in drei Minuten

Die kurze Laufzeit des Films ist kein Zufall. „Ich wollte keinen zweistündigen Diskurs“, erklärt Meyer-Paulino. „Ich wollte einen Schlag ins Gesicht – kurz, schmerzhaft, unvergesslich.“ Und genau das ist DOGMA: ein konzentrierter Weckruf, der uns zwingt, über die Richtung nachzudenken, in die unsere Gesellschaft steuert.

Als unser Gespräch zu Ende geht, denke ich an die beiden Flüchtenden im verschneiten Wald. Werden sie es über die Grenze schaffen? Wird es in Zukunft noch Orte geben, an denen Menschlichkeit wichtiger ist als Effizienz? Meyer-Paulino lässt diese Fragen bewusst offen. „Die Antwort liegt nicht im Film“, sagt er zum Abschied. „Sie liegt darin, was wir heute entscheiden.“

DOGMA erscheint in den kommenden zwei Wochen – ein dreiminütiges Horrorszenario, das uns daran erinnert, dass die dystopischen Zukünfte, vor denen wir uns fürchten, oft in den utopischen Versprechungen der Gegenwart beginnen.

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