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8. Februar 2026

StaRUG-Vorbereitung: EWIV als Rettungsanker für Unternehmen

Warum die wirtschaftliche Krise jeden treffen kann – und was dann zählt

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als mir klar wurde, dass selbst solide aufgestellte Unternehmen innerhalb kürzester Zeit in existenzielle Schwierigkeiten geraten können. Die wirtschaftliche Realität kennt keine Gnade – Lieferkettenprobleme, Zahlungsausfälle wichtiger Kunden oder plötzliche Marktveränderungen können binnen Wochen aus einer stabilen Geschäftslage eine Notlage machen. Genau hier setzt das Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) an, das seit dem 1. Januar 2021 deutschen Unternehmen neue Möglichkeiten eröffnet, bevor es zum formellen Insolvenzverfahren kommt.

Doch während viele Unternehmer sich erst mit Sanierungsinstrumenten beschäftigen, wenn das Wasser bereits bis zum Hals steht, plädiere ich für einen grundlegend anderen Ansatz: präventive Vorbereitung. Und genau hier kommt eine weitgehend unbekannte, aber äußerst wirkungsvolle Rechtsform ins Spiel – die Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung (EWIV). Sie kann als strategischer Rettungsanker fungieren, lange bevor das StaRUG überhaupt zur Anwendung kommen muss.

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Das StaRUG als Paradigmenwechsel in der Unternehmensrettung

Das Unternehmensstabilisierungs- und Restrukturierungsgesetz markiert einen fundamentalen Wandel in der deutschen Sanierungslandschaft. Anders als das klassische Insolvenzverfahren ermöglicht es Unternehmen, bereits in einem frühen Stadium der Krise – noch vor Eintritt der Zahlungsunfähigkeit – einen Restrukturierungsplan zu erstellen und mit Gläubigern zu verhandeln.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Verfahren kann vertraulich durchgeführt werden, der Geschäftsführung bleibt die Kontrolle über das Unternehmen erhalten, und der Reputationsschaden einer öffentlichen Insolvenz wird vermieden. Laut IHK München ist das StaRUG besonders für mittelständische Unternehmen relevant, die rechtzeitig handeln möchten.

Doch hier liegt das Problem: Die meisten Unternehmer erkennen die drohende Krise zu spät. Wenn dann plötzlich die Liquidität fehlt, ist schnelles Handeln gefordert – und genau dann fehlen oft die Strukturen und Ressourcen für eine erfolgreiche Sanierung.

Die drei kritischen Phasen der Unternehmenskrise

  • Strategiekrise: Erste Anzeichen wie sinkende Margen oder Marktanteilsverluste – hier ist präventives Handeln noch möglich
  • Erfolgskrise: Anhaltende Verluste gefährden die Eigenkapitalbasis – StaRUG-Vorbereitung wird dringend
  • Liquiditätskrise: Zahlungsschwierigkeiten drohen – jetzt muss sofort gehandelt werden

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Die EWIV als strategisches Solidaritätsinstrument

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: „Liebe EWIV, du bist ja meine Hilfsorganisation. Mir geht es schlecht wirtschaftlich. Ich brauche jetzt Geld.“ Genau diese Funktion kann eine gut strukturierte Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung übernehmen – als präventiver Rettungsanker für ihre Mitglieder.

Die EWIV ist eine supranationale Rechtsform, die es Unternehmen aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten ermöglicht, ihre wirtschaftlichen Tätigkeiten zu koordinieren und zu fördern. Anders als bei einer klassischen Gesellschaft steht hier nicht die Gewinnerzielung im Vordergrund, sondern die Unterstützung der Mitglieder in ihren jeweiligen wirtschaftlichen Aktivitäten.

Der Solidaritätsgrundsatz als Kernprinzip

Das höchste Gremium der EWIV ist die Mitgliederversammlung – vergleichbar mit einer Gesellschafterversammlung oder Vereinsmitgliederversammlung. Dieses Gremium entscheidet durch Beschluss über die Verwendung der Mittel. Und hier wird es interessant: Selbst wenn ursprünglich ein konkretes Projekt geplant war und dieses Projekt erstklassig ist – wenn eines der Mitglieder akut von der Insolvenz bedroht ist, kann die Mitgliederversammlung per Beschluss entscheiden, die verfügbaren Mittel zur Abwendung der Insolvenz einzusetzen.

Das ist der gelebte Solidaritätsgrundsatz: Die EWIV fungiert als gemeinschaftliche Absicherung, als finanzieller Puffer in Krisenzeiten. Während beim StaRUG externe Gläubiger überzeugt werden müssen, steht bei der EWIV bereits eine solidarische Gemeinschaft bereit.

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Professionelle Strukturierung durch das Institut Peritum

Die Gründung und Strukturierung einer EWIV erfordert fundiertes Spezialwissen – sowohl im europäischen Recht als auch in der praktischen Ausgestaltung. Hier kommt das Institut Peritum ins Spiel, das sich auf die Gründung und strategische Nutzung von Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigungen spezialisiert hat.

Norbert Peter und Dr. Jörg Klose sind die maßgeblichen Ansprechpartner im Institut Peritum. Sie verfügen über umfassende Expertise in der Gründung von EWIVs und erklären detailliert, wie diese Rechtsform optimal genutzt werden kann – sowohl zur präventiven Absicherung als auch zur akuten Krisenintervention.

Die richtige Struktur: Warum Herr Merkle Recht hat

Ein wichtiger Aspekt bei der EWIV-Gründung ist die Anzahl der Mitglieder. Theoretisch ist sogar eine Ein-Mann-EWIV möglich – etwa wenn Russ in Deutschland sein Unternehmen hat und in Ungarn eine KfT gründet, bei der er einziger Gesellschafter und Geschäftsführer ist. Aus diesen beiden Einheiten bildet er dann eine EWIV, in der er als Geschäftsführer fungiert und gleichzeitig beide Mitglieder in Ungarn und Deutschland vertritt.

Doch hier ist Vorsicht geboten: Wenn nicht ganz, ganz, ganz sorgfältig alle Entscheidungen dokumentiert werden – wie unter fremden Dritten üblich – entsteht derselbe Gefahrenhorizont wie bei einer Ein-Mann-GmbH. Wie Herr Merkle weiß, sind solche Konstruktionen immer heikel, weil deutlich mehr Formalien beachtet werden müssen.

Die empfehlenswerte Lösung: mindestens zwei unabhängige Unternehmen als Mitglieder. Das sieht nicht nur professioneller aus, sondern entspricht auch dem eigentlichen Gedanken der EWIV als Kooperationsplattform.

Substanz statt Briefkastenfirma

Ein kritischer Punkt: Man muss unbedingt Abstand nehmen von der Idee, irgendwelche Briefkästenfirmen zu konstruieren. Im Ausland muss ein echter Geschäftsbetrieb stattfinden. Der Begriff der „Unternehmung“ ist zwar weder in der EU-Verordnung noch im deutschen Gesetz präzise definiert – manche Fachleute meinen sogar, zweimal im Jahr Briefmarken zu kaufen könnte theoretisch ausreichen.

Aber: Es muss tatsächlich etwas da sein, etwas Gelebtes – wenn auch im kleinsten Maßstab. Nehmen wir das Beispiel von Christoph aus der Familie Huss: Als Privatpilot könnte er etwa eine kleine Dienstleistung im Bereich Luftfahrt im Ausland etablieren. Wichtig ist die wirtschaftliche Substanz, nicht die Größe der Aktivität.

StaRUG-Vorbereitung durch präventive Strukturen

Die Verbindung zwischen EWIV und StaRUG liegt in der präventiven Denkweise. Während das StaRUG ein Instrument für die akute Krisenbewältigung darstellt, schafft die EWIV bereits im Vorfeld Strukturen, die eine Krise abfedern oder sogar verhindern können.

Konkret bedeutet das: Unternehmen, die sich heute mit einer EWIV-Struktur ausstatten, schaffen sich einen finanziellen Puffer und ein solidarisches Netzwerk. Im Krisenfall kann die EWIV schnell und unbürokratisch Liquidität bereitstellen – ohne langwierige Bankverhandlungen, ohne Vertrauensverlust bei externen Gläubigern.

Falls die Krise dennoch eskaliert und ein StaRUG-Verfahren notwendig wird, steht das Unternehmen deutlich besser da: Die EWIV kann als stabilisierender Faktor im Restrukturierungsplan präsentiert werden, was die Zustimmungswahrscheinlichkeit der Gläubiger erhöht.

Handeln Sie jetzt – bevor die Krise kommt

Das StaRUG wird in Deutschland zunehmend wichtiger. Jedes Unternehmen sollte sich darauf vorbereiten, dass dieses Thema irgendwann relevant werden könnte. Doch statt abzuwarten, bis der Ernstfall eintritt, plädiere ich für proaktive Vorbereitung.

Die Kombination aus einer gut strukturierten EWIV als Solidaritätsinstrument und dem Wissen um die Möglichkeiten des StaRUG schafft ein robustes Sicherheitsnetz. Sie gibt Unternehmern die Gewissheit, auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig zu bleiben.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie eine EWIV als strategischer Rettungsanker für Ihr Unternehmen fungieren kann, empfehle ich Ihnen ein Gespräch mit den Experten. Das Institut Peritum bietet fundierte Beratung zur Gründung und optimalen Nutzung dieser Rechtsform. Norbert Peter und Dr. Jörg Klose nehmen sich die Zeit, Ihre individuelle Situation zu analysieren und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.

Warten Sie nicht, bis die Krise da ist. Schaffen Sie heute die Strukturen, die Sie morgen retten können. Die Verbindung von EWIV und StaRUG-Vorbereitung ist mehr als nur juristische Theorie – sie ist gelebte unternehmerische Vorsorge auf höchstem Niveau.

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